Dark (K)Night: Eine wahre Batman-Geschichte (Mit nicht vorhandenen Spoilern)

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    • Dark (K)Night: Eine wahre Batman-Geschichte (Mit nicht vorhandenen Spoilern)



      Eine Batman Story unter dem Vertigo Label merkwürdig, was aber daher kommt das dies nicht wirklich eine Batman Story im eigentlichen sinne ist sondern eher ein Biographie von Paul Dini von ihm auch selbst verfasst und das in einzigartig Genialem Artwork von Eduardo Risso!

      Paul Dini tritt hier auch als Erzähler auf und berichtet von einem entscheidendem Erlebnis vor über zwanzig Jahren als er noch bei Warner an der Batman Adventures Serie arbeitete und er auf dem Nachhause weg zusammen geschlagen wurde. Doch wie ist es erst dazu gekommen und wer ist Paul Dini, was macht ihn aus. Er erzählt uns von seiner Kindheit den ersten Begegnung mit Comics insbesondere auch Batman und die Kraft seiner Vorstellungen und wie er in der Schule immer der Außenseiter war und sich doch wenn er zu Hause war in seine Welt flüchten konnte und so auch seine ersten Geschichten schrieb und schließlich bei Warner sein Traum war wurde, er dabei aber sein Privatleben komplett ignoriert und seine "Freundin" die er sich nicht traut ihr seine Gefühle zu gestehen bis der Überfall kommt und ihn komplett aus der Bahn wirft und er nicht mehr an seine Helden glauben kann die ihm sein ganzes Leben begleitet haben und ihm immer alles mögliche einreden auch seinem besonderen Liebling der Joker und Harley die er durch eine Freundin inspiriert entwarf. Doch am Ende schafft er es sich wieder aufzuraffen durch sein Umfeld...

      Meinung: Eine großartige und bewegende Geschichte über das Leben eines Nerds, bei dem ich mich in einigen Punkten auch wiederfinden kann. Und die einem nicht kalt lässt und dazu noch das Artwork bei dem sich Herr Risso wahrlich selbst übertroffen hat so gut sah. er noch nie aus.

      Warum ich mir jetzt eine Biographie gekauft habe kann ich nicht wirklich sagen denn ich hab mir noch nie eine gelesen doch da mir Paul Dinis Werk schon immer gefallen hat und noch Batman vorkommt hab ich zugegriffen und habe soviel mehr bekommen als einen gewöhnlichen Comic. Kurz gesagt einfach ein Meisterwerk 10 von 10 Punkte :batman:
    • Die letzten beiden Male die ich in einem comicladen war, wurde ich unaufgefordert von anderen Kunden beraten. :)
      Da ich ein netter Mensch bin habe ich mich auch beraten lassen und bin so zu diesem Band gekommen. Mal was anderes dachte ich mir und wurde bis jetzt auch noch nicht enttäuscht nachdem ich den Band zur Hälfte durch habe.
      Die Zeichnungen mag ich allerdings gar nicht sehr. Ich mag mehr einen realistischen Stil. Egal gehört trotzdem in die Sammlung. :clap:
    • Ich hatte auf den ersten Blick nicht realisiert, dass es nicht der Dark Knight ist, aber was für ein großartiges Buch! Zeichnungen sind natürlich Geschmackssache, für mich ist jedoch schon Risso allein ein Kaufgrund. Und dann noch die persönliche Geschichte von Pini, grandios!
    • Dark Night – Eine wahre Batman-Geschichte

      In den letzten Jahren wurde Anzahl von Superheldenserien, die einst meine Abos dominierten, immer weniger. Zu wenig Innovation, zu wenig Mut, stattdessen viele Großevents und Wiederauferstehungen. Klar, verschiedene meiner Stammserien lese ich noch, doch ertappe ich mich dabei dass ich mich Frage ob dies einfach Gewohnheit ist.
      Als „Dark Knight – Eine wahre Batman-Geschichte“ angekündigt wurde, ließ mich das aufhorchen. Paul Dinis als Autor hat durch seine Vergangenheit mit der großartigen Batman Animated Serie und vielen anderen Geschichten bei mir einen Stein im Brett, und auch Eduardo Risso ist wie z.B. in 100 Bullets immer genial. Aber warum geht’s in der neuen Geschichte?
      Es handelt sich um nicht weniger als ein Seelenstriptease von Paul Dini aus seiner Zeit als Schreiber der Trickfilmserie. Es ist nicht etwa eine Dokumentation wie er die immer noch populäre Serie schrieb, sondern über ein einschneidendes Erlebnis in seinem Leben. Der junge Paul war damals mit einigen Cartoons bekannt und mehrfach ausgezeichnet worden. Seinen Status als Nerd hat das freilich nicht geändert, und das in einer Zeit, wo Nerdtum noch nicht als irgendwie cool galt. Folglich war auch sein Schlag bei den Frauen nicht besonders groß. Dadurch, dass er gelegentlich mit Spielberg zu tun hatte, wurde er jedoch interessant für ein Starlet, die ihn jedoch nur als Mittel zum Zweck sah, und nicht als potentiellen Partner. Wäre das nicht schon genug Grund für Traurigkeit wurde er auf von zwei Räubern überfallen, die ihn nicht nur sein Geld stahlen, sondern ihn auch übel zurichteten, was wiederum ein Trauma auslöste. Die Geschichte erzählt über seinem Umgang damit, und wie er es (mehr oder weniger) überwand.
      Dabei hat der nun depressive Paul nun vielfach Gespräche mit Batman, aber auch einer großen Anzahl Schurken, die ihm das ein oder andere einreden, ihn beruhigen, verspotten oder provozieren – jeder nach dem Naturell des Charakters. Schlimm, wenn man mit gebrochenen Gesichtsknochen auch noch von seinem fiktiven Freund verarscht wird…

      Fazit:
      Es gehört viel Mut dazu, soviel von sich preiszugeben wie Paul Dini es hier tut. Von den ersten Kindheitserlebnissen über den Misserfolg bei den Damen und die eigene Unfähigkeit, sich gegen die Angreifer zu verteidigen lässt Dini nichts aus. Auch nicht den Punkt, dass er ja eigentlich die Straßenseite hätte wechseln können, dies aber nicht getan hat, um sich nicht als Mensch mit Vorurteilen gegen Schwarze zu fühlen. Spannend auch der Umgang mit der gefährlichen Situation (Raubüberfall), die sehr oft in Batman Comics thematisiert und von dem dunklen Ritter mühelos gelöst wurde.
      Der Leser wird Seite um Seite Zeuge des Entwicklungs- und Verarbeitungsprozesses, meisterlich von Risso in Szene gesetzt. Es gibt wenige Zeichner die die verschiedenen Emotionen und Rollen der mit Paul kommunizierenden Comicfiguren so auf den Punkt bringen könnten. Besonders der irre Joker macht mir hier Spaß, aber natürlich auch Bats, der Paul immer wieder aus seiner Lethargie reißt.
      Freunde, wenn ihr dieses Jahr nur ein Batman-Comic kaufen wollt, sollte es dieses sein. Es ist unglaublich viel Herzblut und Persönlichkeit eingeflossen, wie man es sonst nur autobiographischen Comics kennt. Für mich ist das der DC Comic des Jahres.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von breedstorm ()

    • Da ich mich den vorherigen Einträgen anschließen kann und mich nicht wiederholen möchte, mache ich es kurz. Ein sehr guter Comic bzw. eine sehr gute Graphic Novel, die berührt und einen mitnimmt. Durchaus harte emotionale Kost, die man nur langsam verdaut, besonders dann, wenn sich Paralellen zum Leser aufstellen lassen. Mitunter ein wenig konventionell gezeichnet, aber trotzdem alles in sich stimmig. Absolute Leseempfehlung und von mir 9 von 10. (Es reicht aufgrund der partiellen Konventionalität nicht ganz in meinen Augen zum Meisterwerk - aber dieser Comic ist verdammt dicht dran).
    • Auf was bezieht sich dein Kritikpunkt hinsichtlich des "konventionellen" Artworks von Risso? Gemessen an den "Standard"-Superhelden-Zeichnungen, tanzt Risso mit seinem leicht cartoonhaftigen Stil mit Neigung zur großzügigen Schattierung doch etwas aus der Reihe. Ich finde, dass der Künstler in dem Band wirklich eine großartige Palette seines Könnens zeigt, im Hinblick auf bestimmte Szenen den Stil gekonnt wechselt und insgesamt einfach 100% abliefert. Letztendlich ist das alles Geschmackssache, aber als "konventionell" würde ich seine Zeichnungen im Hinblick auf das Superhelden-Genre jetzt nicht bezeichnen.

      Achso, schließe mich dem Tonus des Threads an. Guter Comic!
    • Slurm schrieb:

      Auf was bezieht sich dein Kritikpunkt hinsichtlich des "konventionellen" Artworks von Risso?
      Es bezieht sich im Wesentlichen auf die Panel-Aufteilung. Es tut der Geschichte gut, dass die Panels so gewählt wurden, aber mitunter habe ich das Gefühl, dass eine größere Sogwirkung durch eine andere Herangehensweise hätte entstehen können. Ändert aber nichts an meiner Einstellung, dass der Band wirklich top und unbedingt zu empfehlen ist. Die Höchstwertung bleibt halt bei mir nur sehr wenigen Werken vorbehalten, zu denen bislang auch kein Superhelden-Titel gehört.
    • So im Nachhinein muß ich aber sagen, dass die Geschichte schnell vergessen ist. Keine Frage, das Ding ist gut, aber es bleibt eben nicht haften, zumindest nicht bei mir. Liegt wohl daran, dass es letztlich slice of life ist. Ich stehe total auf solche Sachen (übrigens auch von Vertigo empfehlenswert ist The Alcoholic), das Problem ist eben, dass man davon nicht ewig lang zehren kann. Positiver Nebeneffekt: Man kann es immer mal wieder aus dem Regal ziehen.
    • Germon schrieb:

      Risso? Gekauft! :D
      Ganz so einfach ist es dann doch nicht, aber das klingt echt verdammt interessant.
      Ganz ehrlich!?
      Germon,hol ihn dir damit machst du absolut nichts falsch!
      Ich hab ihn mir auch gekauft und direkt durch gelesen!
      Einfach ein super Comic!
      Ist ja von meinen "vorrednern" bereits alles gesagt worden und ich schließe mich dem nur an...


      Von mir auch eine 10 von 10
    • Ich habe ein wenig gezögert bis ich mich der dunklen Nach gewidmet habe. Die Gründe dafür sind, dass es zum einen keine konventionelle Batman-Geschichte ist, zum anderenist der Band mit nicht mal 120 Comic-Seiten deutlich teuerer als der Panini-Durchschnitt. 120 Seiten gibt es in der Regel für knapp 13 Euro. Soll kein großes Meckern sein, aber das schreckt eben ab und wann immer ich die Wahl hatte, habe ich zum selben Preis eben andere Werke (z.B. kaputte Stadt oder Batman Adventures) mitgenommen. Die waren eigentlich auch gar nicht so schlecht. Aber der Name Dini lockt und nun habe ich diese schmale Ausgabe hier.

      Dini gehört zu meinen Lieblingsautoren, der mich eigentlich unbewusst seit He-Man begleitet. Und er hat mich eigentlich noch nie enttäuscht und das bleibt auch so. Die Geschichte ist unkonventionell aber dazu passt auch der Erzählstil und auch der Zeichenstil von Eduardo Risso. Sowohl Textlich als auch Visuell gibt es die ganze Bandbreite von Cartoon und Lustig bis Dunkel und Ergreifend. Es gibt sogar eine, wenn gleich auch nicht so gute, Liebesgeschichte. Einzig an Dynamik fehlt, wobei die Schlüsselszene auch gerade deshalb, weil sie langgezogen ist, beklemmend wirkt. Dini gelingt mit seiner Autobiografie etwas, das die wenigsten Batman-Macher so schaffen: Er zeigt auf, warum es einen Batman geben muss. Es hat ein wenig von Kingdom Come und ist wohl der einzig düstere Comic in dem Batman am Ende heller strahlt als Superman. Und ja, ich würde die Sandmann-Geschichte, die hier auf ein paar Seiten angerissen wird, gerne lesen.

      Auch wenn Batman nur eine Nebenrolle spielt, ist es die beste Batman-Geschichte seit langem. Ich bereue trotz des Preises den Kauf in keinster Weise. Ein schöneres Format, wie etwa das 100% hätte den Band auch produktionstechnisch etwas hochwertiger erscheinen lassen. Das gelang ja bei Vertigo-Werken schon häufiger und dann hätte ich bestimmt schon eher zugegriffen.

      10 von 10 für Dini und Risso

      Lasst euch nicht von der heftigen Preisgestaltung abschrecken und greift zu.
    • mir war klar, dass das kein klassischer batmanband wird und ich fand ihn sehr gut. paul dini ist einfach einer der batmanautoren schlechthin und hat die figur und ihr umfeld maßgeblich mitgepägt. allein seine arbeit an der animated series kann nicht hoch genug gewertet werden, da wir ihm viele gute geschichten sowie harley zu verdanken haben. außerdem war die serie für viele (eigentlich auch für mich) eine art einstieg ins genre.

      die geschichte hat mir auf ganz vielen eben gefallen und dürfte von dini gern noch ein sequel erhalten. sie ist äußerst intim und trotz des fehlens eines klassischen spannungsbogens sehr interessant zu lesen. ich war in einem rutsch durch.

      optisch ist das risso in bestform!

      fazit: ein comic für echte fans und jeden nerd. für mich grund genug batman adventures 1 zu kaufen.

      Der göttliche Moonie schrieb:

      So im Nachhinein muß ich aber sagen, dass die Geschichte schnell vergessen ist.
      ja und nein. mir werden wohl eher die grobe eckpunkte und einzelne idee im kopf blieben. die grobe handlung hingegen ist nicht weiter der rede wert.

      dhe schrieb:

      Ich habe ein wenig gezögert bis ich mich der dunklen Nach gewidmet habe. Die Gründe dafür sind, dass es zum einen keine konventionelle Batman-Geschichte ist, zum anderenist der Band mit nicht mal 120 Comic-Seiten deutlich teuerer als der Panini-Durchschnitt. 120 Seiten gibt es in der Regel für knapp 13 Euro. Soll kein großes Meckern sein, aber das schreckt eben ab und wann immer ich die Wahl hatte, habe ich zum selben Preis eben andere Werke (z.B. kaputte Stadt oder Batman Adventures) mitgenommen. Die waren eigentlich auch gar nicht so schlecht. Aber der Name Dini lockt und nun habe ich diese schmale Ausgabe hier.

      dhe schrieb:

      Lasst euch nicht von der heftigen Preisgestaltung abschrecken und greift zu.
      ich habe mich die letzten wochen viel mit anderen deutschen verlagen und deren preisen beschäftigt. und im ergebnis muss ich sagen, dass paninis comics im vergleich super günstig sind und spätestens auf dem gebrauchtmarkt nahezu unverschämt günstig sind. insofern kann ich deine bedenken nachvollziehen aber nicht bestätigen. auch im vergleich zu aktuellesten us-comics als issue muss sich panini nicht verstecken. erst recht angesichts der krass vielen werbung dort.

      gruß
      andi